Aussenseiter

Knollige Kartoffeln, sich umarmende Möhrchen mit drei Beinen oder überdimensionale Zucchini.
Gemüse und Obst, das nicht dem Standard entspricht und zu “freakig” für das Supermarktregal ist, wird im großen Stil aussortiert und entsorgt – rund ein Drittel einer Ernte! Der Reichtum einer einzigartigen Vielfalt in Form und Ästhetik geht uns dabei nachhaltig verloren. Wir finden, da läuft etwas richtig schief: Diese kulinarischen Sonderlinge sehen nicht nur einzigartig aus, sie haben auch besonders viel Charakter – und den schmeckt man!
Neben anderen vergessenen Schätzen wie z.B. Topinambur, blauen Kartoffeln und Wildkräutern, finden Misfits den Weg zurück auf unsere Teller. Am Ende geht es nicht nur um den Genuss kulinarischer Sonderlinge, sondern um ein großes Stück Kultur zwischen Acker und Teller.

 

 

Konzept

Wir sind weder Gemüsegurus noch haben wir das Kochhandwerk professionell gelernt.

Aber wir lieben unseren Job und nutzen unsere gestalterischen Künste in der Küche.
Misfits geben unseren Gerichten die besondere Geschmacksnote. Jeder Gemüsesonderling und jede vergessene alte Sorte trägt seine eigene Geschichte in sich. Und die präsentieren wir, indem wir das vermeintlich „Hässliche Entlein“ in den Mittelpunkt rücken, um es so wieder salonfähig zu machen. So zeigen wir die unermessliche Vielfalt, die es zwischen Stadt und Land gibt. Unser Ziel ist eine gesunde und faire Esskultur, in der Lebensmittel, Produzenten und Ressourcen wieder wertgeschätzt werden.
Wir lassen uns daher nur zu gerne von schiefen Nasen und schrägem Aussehen inspirieren und kreieren daraus leckere vegetarische Gerichte. Wir freuen uns über das Unperfekte, jeden neu entdeckten Misfit, denn dadurch erschließt sich für uns erst die Schönheit der Natur. Wir haben keine Lust auf Einheitsbrei und Standardgemüse und hoffen, Euch anstiften können mitzumachen – Esst Misfits, esst die ganze Ernte!

Misfits Gemüse und Obst bekommen wir von unseren Bio-Bauern aus der Region.

Unsere Bauern sehen wir als “Genusshandwerker”. Sie sind nicht allein Landwirte und Gärtner, sondern entscheidende Akteure unserer Initiative. Bauer Christian Heymann von SpeiseGut aus Gatow (27 km) ergänzt unser Misfits-Gemüse mit vergessenen alten Sorten und unseren Säften. Oder Axel Szilleweit in Teltow (24 km) verdanken wir in den Wintermonaten das feine Teltower Rübchen, wie auch weitere Gemüsesonderlinge je nach Saison. Vom Ökodorf Brodowin erhiellten Misfits-Gemüse für unser Suppen-Projekt “Schräge Schätze”. Und so haben wir über das Jahr verteilt gut fünf Kooperationspartner für unser Gemüse. Jede/r von ihnen bekommt für ihre Produkte und ihre Arbeit einen fairen Preis.

 

 

Esst Misfits

Zu allererst: Misfits gibt es überall! Egal ob in Berlin, Bonn oder Barcelona.

Auf Gemüsemärkten, direkt beim Bauern oder im kleinen Bio-Laden haben wir das erste Mal Misfits entdeckt. Und die Nachfrage bestimmt bekanntlich das Angebot, also fragt nach!

Und was kannst Du tun? Begib Dich auf Deine eigene kulinarische Reise. Greif auch mal zu unbekannten Wurzelsorten und rätsel doch mal, wieviele Kilometer Dein Abendessen gereist ist, bevor es auf Deinem Teller gelandet ist. Das sind unsere GOLDENE MISFITS REGELN, die Dich gerne bei Deiner Auswahl von Lebensmitteln, beim Schnippeln oder bei Muttern zuhause inspirieren sollen:


01 ESST DIE GANZE ERNTE
02 VIELFALT STATT EINFALT
03 ESST NACH JAHRESZEITEN
04 FARBEN AUF DEN TELLER
05 KOCHT MIT WURZEL UND BLATT
06 KOCHT GEMEINSAM STATT EINSAM
07 KAUFT GEMÜSE, DAS IHR NICHT KENNT
08 KOCHT MIT HERZ + HANDWERK